Dienstag, 2. Juli 2024

Stoffherstellung in vorindustrieller Zeit

Übernommen aus vernadelt.at.

ju_wien schrieb am 03.07.2024: Über das Spinnen und Weben erfährt man immer wieder was, dafür gibt es auch Kurse, auch das Färben von Garnen und fertigen Textilien kann man erlernen und in kleinem Rahmen zu Hause ausprobieren. Aber was sonst noch dazu gehört, damit aus pflanzlichen und tierischen Fasern ein Stoff wird, ist viel weniger bekannt.

Durch Zufall bin ich auf den englischen Ausdruck "tenters" gestoßen - das sind Trockengestelle, auf die Stoffe nach einer Nassbehandlung (Filzen, Walken, Färben, Schwemmen ...) fadengerade aufgespannt wurden, um das Einlaufen auszugleichen und den Stoff faltenfrei und glatt zu trocknen. Auf dieser Website finden sich faszinierende historische Fotos und Relikte und ausführliche Erklärungen über die einzelnen Arbeitsschritte bei der Textilproduktion (Schwerpunkt Wollstoffe) https://tenters.org/index.html

Donnerstag, 18. April 2024

Smok-Anleitungen und Schnitte (aus vernadelt.at)

Dieser Thread aus vernadelt.at wurde im Februar 2021 begonnen:

Im Nähkurs an der Kunst-VHS haben wir auch ein paar Smok-Muster gestickt und ich nehme mir seither vor, das irgendwann anzuwenden. (Naja, eigentlich nehme ich mir das schon viel länger vor.) Also zunächst einmal Anleitungen sammeln
Die technischen Grundlagen und verschiedene Arten von Smok sind in dem Buch von Ruth Singer "Stoffmanipulation" gut dargestellt. (Stiebner Verlag, gibt es aber auch in vielen Leihbüchereien). Alte Anleitungen, vorwiegend auf Englisch, findet man bei archive.org, zB https://ia803105.us.archive.org/21/item ... 20Book.pdf

Und eine sehr knappe Anleitung gibt es bei Brigitte https://www.brigitte.de/leben/wohnen/se ... 64364.html

Nebenbei: auf Englisch heißt es smock, smocking (mit ck), auf Deutsch Smok, smoken (ohne c). Beides führt auch zu vielen Treffern aus anderen Gebieten, von Räucheröfen und Anleitungen dazu angefangen über Rauchwaren, Pfeifen, bis zu Pornographie. Und "smock" ist auf Englisch auch ein Kittel oder Überzieher (der mit Smokarbeit verziert sein kann, aber nicht muss).

Samstag, 16. März 2024

Nähen und basteln für Ostern

Übernommen aus älteren Threads in vernadelt.at.

crea_tief schrieb: Aber da fällt mir ein: Ich hab da noch was "Osterfähiges", das ich im Vorjahr nach folgendem Tutorial genäht hab: http://mollychicken.blogs.com/my_weblog/2009/02/4th-attempt.html

Gehäkelte Entchen: http://susiefarmgirl.blogspot.com/2011/01/amigurumi-ducks-free-crochet-pattern.html 

Emmarie schrieb: 

von Emmarie » 03.04.2012 09:15

Endlich habe ich auch was zu einen Monatsthema beizutragen!!! 


Majoma schrieb: Noch ein paar Mini-Häschen fürs Osternest. Die Anleitung stammt von hier: http://www.craftpassion.com/2011/02/sew ... orial.html

Mizi schrieb: ca. 30 Pipi-Henderl 


 

Donnerstag, 4. Januar 2024

Nähanleitungssammelthread

Übernommen aus dem Forum vernadelt.at (2023). Es kann sein, dass Links nicht mehr funktionieren (insbesonderen Links nach vernadelt.at) Ich werde die ultralangen Threads später noch auf mehrere Posts verteilen und editieren. Zur Zeit geht es mir darum, das Wissen zu erhalten, bevor das Forum geschlossen wird.

ju_wien schrieb: Wenn man im Internet nach einer Anleitung für ein konkretes Nähproblem sucht, findet man ja oft merkwürdige Sachen (-> siehe "So nicht!" Thread).
Daher will ich hier einen Sammelthread mit guten Anleitungen zu diversen Nähproblemen starten.

Cut-outs, enge Rundungen, Nahtzugabe einschneiden https://ratundnaht.de/perfekte-cut-outs ... t-bildern/

In dieser Anleitung geht es zunächst um die Ausführung der Cut-Outs in einem Burda-Modell von vor einigen Jahren. Aber dabei zeigt die Autorin auch, was man generell beachten muss, wenn man enge Kurven näht (kleine Stichlänge, langsam nähen, alle paar Stiche anhalten und das Werkstück neu ausrichten) und wie man die Nahtzugaben an Rundungen beschneidet und einschneidet, damit sich der Stoff beim Wenden willig in die Kurven legt. (Das gilt auch bei Krägen, abgerundeten Taschen und überall, wo Teile an runden Nähten gewendet werden sollen.)

Das Burda-Modell von damals https://www.burdastyle.de/produkt/magaz ... 1020990std In dem großen Muster gehen die cut-outs allerdings unter. Ich würde dafür, wie Jenny, einen einfarbigen oder sehr dezent gemusterten Stoff wählen.

Zu Reißverschlüssen kommen sicher noch mehr Anleitungen, hier zunächst eine, die insa-ana gefunden hat und zwar von Kenneth D. King (Threads Magazine) https://youtu.be/dilNiUyuL28 und eine von Doris & Su https://www.youtube.com/watch?v=kydVdailwAQ In beiden Anleitungen geht es um den nahtfeinen Reißverschluss AKA Nahtreißverschluss. Darüber, ob man den nahtverdeckten RV unbedingt vor dem Schließen der Naht einsetzen muss oder ob es auch nachher möglich ist, sind sich Expert_innen uneins. Beides ausprobieren und dann bei der Methode bleiben, die dir besser liegt!

Das Werkzeug, das King zum Durchziehen des RV-Schiebers verwendet, heißt auf Englisch hemostat, auf Deutsch Gefäßklemme oder Arterienklemme und stammt aus dem Krankenhausbedarf. Wer dazu keinen Zugang hat, probiert es mit einer schmalen Flachzange oder Spitzzange. Außerdem ist es schlau, die provisorische (4 mm-) Steppnaht noch vor dem Anstecken des Reißverschlusses an ein paar Stellen aufzuschneiden, damit man später die Fäden leichter entfernen kann.

Hier noch eine IMO gut gelungene Beschreibung mit Text und Bildern https://www.sandalu.de/nahtverdeckten-r ... einnaehen/ 

 Hier wird gezeigt, wie man einen Reißverschluss direkt mit dem Oberstoff verstürzt einnähen kann https://www.youtube.com/watch?v=Y3xzXpFvzhw

Da es bei dieser Methode nur sehr wenige Nahtzugabe gibt und die NZG am Schlitzende bis zur Naht eingeschnitten werden muss, ist sie nur bei stabilen und wenig fransenden Stoffen empfehlenswert. In der Konfektion findet man solche RV vor allem bei Sportbekleidung (zB unten an den Beinen von Lauf-Tights).

Vorsicht: Bei Metallreißverschlüssen nicht über die Raupen steppen, bei breiten Dekor-Reißverschlüssen ist auch große Vorsicht geboten, wenn man nicht will, dass einem die abgebrochenen Nähmaschinnadeln um die Ohren fliegen!

Auch wenn die Ausführung sich noch verbessern lässt, finde ich die Anleitung gut verständlich.

Das Füßchen, das sie verwendet, ist übrigens kein Reißverschlussfüßchen, sondern wird von der Herstellern als "Overlock"-Füßchen bezeichnet. Wenn man mit der Nähmaschine versäubert, also meistens mit Zick-Zack-Stich, sticht die Nadel rechts außerhalb des Drahtes ein. Dieser Fuß reduziert also die Gefahr, dass sich weiche und dünne Stoffränder beim Versäubern zusammen ziehen und unschöne Wülste bilden.

 In einem Buch von Claire Shaeffer fand ich diese Anleitung, wie man einen normalen Reißverschluss unsichtbar einsetzen kann, allerdings ohne Zeichnungen oder Fotos:

Stitchless Zipper:
A variation of the slot zipper, the stitchless zipper was used extensively in the 1960s. To use this technique, the garment must have a backing.
1. Thread-trace and stay the opening.
2. Turn under the seam allowances; baste. Press.
3. Wrong side up, use running stitches to sew the zipper to the seam allowances only.
4. Fell stitch the edges of the zipper to the seam allowances.
5. Using blindstitches, sew the seam allowances to the backing.



Also, auf Deutsch: der RV wird nur an der Nahtzugabe angenäht, die Nahtzugabe wird an der Einlage fixiert. Damit ist auch klar, wann das gut funktionieren kann und warum es nach den 1960er Jahren nicht mehr so häufig gemacht wurde. Man braucht eine (stabile) Näheinlage, die an der Kante unsichtbar angehext wurde (im Text nicht extra erwähnt, aber das war damals Stand der Technik). Bei den heute üblichen dünnen Bügeleinlagen ist es schwierig, die NZG an der Einlage zu fixieren, ohne, dass Stiche oder auch nur winzige Einbuchtungen an der Außenseite sichtbar werden. Kleben wäre natürlich möglich, aber das ist erstens keine anerkannte Haute Couture Methode und zweitens sieht man geklebte Stellen meistens deutlich, da sich der Stoff dort nicht bewegen kann, aber daneben schon.

Das Buch heißt "Couture Sewing Techniques" und ist in mehreren Auflagen (mit unterschiedlichen Titelbildern) erschienen.

Nebenbei interessant: ich habe kurz gegoogelt, um rauszufinden, ob sie mit "backing" allgemein eine Einlage meint oder eine spezielle Einlage. Die Treffer waren aber fast alle für Anwendungen beim Quilten oder Maschinsticken (jede Menge aufbügelbare Einlagen und Vliese, auswaschbare Folien usw.). In heutigen Nähanleitungen wird meistens der Ausdruck interfacing für die Einlage verwendet. (Lining = Futter; underlining = ein Futter oder feiner Stoff, mit dem der Oberstoff unterlegt und dann wie eine Stofflage verwendet wird, zB bei Spitze oder anderen transparenten Stoffen, interlining = eine Zwischeneinlage, zB ein Wollvlies in einem Wintermantel). Im Threads Magazin gibt es alle paar Jahre langatmige Diskussionen darüber, ob unterlegen oder füttern "besser" ist, nur um ganz zum Schluss dann zu verraten, dass es vom jeweiligen Anwendungsfall abhängt;-)

Und noch eine Methode, einen normalen Reißverschluss fast unsichtbar einzusetzen, gefunden in einer älteren Ausgabe von Threads Magazine (April, Mai 2016, Seite 55 ff https://archives.threadsmagazine.com/th ... ipbook/54/)

Für den Fall, dass der Link irgendwann nicht mehr funktioniert, der Versuch einer Zusammenfassung:

1. Die Reißverschlussöffnung zu heften, Nahtzugaben auseinander bügeln.
2. An der Innenseite den RV mit der rechten Seite nach unten zentriert auf die Nahtzugaben legen, genau positionieren und dann ausschließlich an den Nahtzugaben feststecken.
3. Die Reißverschlussbänder an die Nahtzugaben steppen. Empfohlen wird dabei im Text ein Abstand von 1/4 Zoll, also rund 6 mm von den Rändern des RV-Bandes. Auf dem Foto sieht es aber näher am Rand aus (vielleicht 3 mm), denn ein RV-Band ist rund 1 cm bis 12 mm breit, 6 mm wäre also schon näher bei der Raupe als beim Rand).
4. Mit großer Stichlänge und ev. einer Kontrastfarbe von der Außenseite durch alle 3 Lagen steppen (Maschinheften), und zwar ca. 1/4 Zoll (6 - 7 mm, füßchenbreit) von der Mitte und bis etwa 2 cm unterhalb vom Ende der Reißverschlussöffnung.
5. Die Heftnaht von der Reißverschlussöffnung entfernen und den RV ein Stück öffnen.
6. Das Werkstück entlang der bei 4. angebrachten Heftnaht rechts auf rechts falten, den Blindstichfuß der Nähmaschine verwenden und das Werkstück so unter die Maschine legen, dass die rechte Hälfte des Fußes auf der Nahtzugabe (mit dem RV-Band darunter) liegt und das Führungsteil des Blindstichfußes genau an der Falte anliegt.
Blindstich einstellen und nähen. Wenn man beim Schieber ankommt, muss man das Füßchen heben, um ihn aus dem Weg zu schieben. Dabei die Nadel im Stoff lassen, damit nichts verrutscht.
Anschließend die andere Seite genau so falten und nähen.

Wenn man alles richtig gemacht hat, sind auf der rechten Seite nur winzige Stiche zu sehen.

Diese Methode funktioniert am besten bei nicht zu dünnen Stoffen und bei Stoffen mit etwas "Struktur". Da sieht man die winzigen Blindstiche (die ja eigentlich die linken Enden vom Zickzack sind) so gut wie gar nicht, wenn das Nähgarn gut auf den Stoff abgestimmt ist.

Wer noch nie mit dem Blindstichfuß gearbeitet hat und sich nicht vorstellen kann, wie das funktionieren soll, hier eine Anleitung von Bernina https://blog.bernina.com/de/2017/04/anl ... ch-saeume/ da geht es zwar um einen Hosensaum, aber die Vorgangsweise ist genau die gleiche wie oben. Und noch eine zweite Vorführung eines Blindstiches https://www.marjakatz.de/2017/02/sicher ... chine.html

Bei diesen beiden Anleitungen haben die Füßchen ein weißes Kunststoffteil als Führung, bei anderen Fabrikaten gibt es in der Mitte des Füßchens ein dünnes Blech. Der Blindstich besteht aus einer Abfolge von mehreren kurzen Steppstichen (rechts) und einmal Zickzack (links), das ist bei allen mir bekannten Haushaltsnähmaschinen gleich. Bei manchen kann man die Stichbreite so justieren, dass die Nadel links wirklich nur einen Teil des Fadens erfasst. Das erfordert aber Übung und ein paar Probenähte, um sich an den jeweiligen Stoff heranzutasten. Da mit der Hand Säumen auch nicht länger dauert, verwende ich den Blindstichfuß für normale Säume recht selten, aber das mit dem unsichtbar eingenähten RV will ich jedenfalls ausprobieren!

 Handziernaht mit "Linienspiegel". Schöne Handnähte können eine Zierde sein, wenn man sie schön gleichmäßig hinkriegt. In diesem Video zeigt Kenneth D. King, wie man sich die Arbeit erleichtern kann, indem man eine Maschinheftnaht als "Linienspiegel" erstens für die gerade Linie und zweitens für gleichmäßige Länge der einzelnen Stiche verwendet https://www.sewdaily.com/sewing/dressma ... le-stitch/

Kurzzusammenfassung: Zunächst mit der Maschine mit großer Stichlänge und gelockerter Oberspannung eine Heftnaht anbringen, wo nachher die Ziernaht hin soll. Er verwendet außerdem in der Unterspule ein festeres Garn (Knopflochgarn), damit er die Fäden später leichter rausziehen kann. Dann mit dem Zierfaden anhand der Maschinstiche immer 2 oben, 2 unten oder 2 oben, 1 unten oder wie immer man will, Vorstiche nähen. Anschließend den Unterfaden an ein paar Stellen durchknipsen, heraus ziehen. Der Oberfaden löst sich von selbst.

Er bezeichnet die Ziernaht als "saddle stitch", also Sattelstich. In anderen Quellen wird mit saddle stich eine Handnaht mit 2 Fäden und 2 Nadeln bezeichnet, die wir als "Zwienaht" kennen und die vor allem in der Lederverarbeitung üblich ist. Grundsätzlich aber ziemlich alle Zierstiche entlang so einer gesteppten einer Hilfslinie nähen. Man sollte nur versuchen, die maschingesteppten Fäden nicht allzu oft anzustechen, sonst wird später das Entfernen schwierig.

In diesem Video werden einige Probleme und Fehler beim Einsetzen von nahtfeinen Reißverschlüssen besprochen https://www.youtube.com/watch?v=Np-2eF407HI

 Etwas langatmig, aber eine interessante Methode, den Hosenreißverschluss einzusetzen! https://www.youtube.com/watch?v=W-ItX5EP08o Er näht den RV zunächst an den Untertritt an, bügelt dann die Nahtzugabe auf der Untertrittseite so zurück, dass sie beim unteren Schlitzende etwas vorsteht (dadurch wird verhindert, dass der Zip später blitzt) und steppt dann den Untertritt mit dem RV unter. Die Ziersteppnaht, die den Beleg hält, näht er von innen, dadurch sieht man besser, wo der RV endet. Untertritt und Beleg werden an zwei Stellen fixiert, damit nichts flattert.

Noch ein Hosenreißverschluss, diesmal nicht ganz zu Beginn, sondern erst in die fast fertige Hose eingesetzt! https://www.youtube.com/watch?v=2df1b7oSjoI Nebenbei sieht man da, dass Profis den RV mit dem normalen Nähfuß einsetzen. Die Füßchen von Industrienähmaschinen sind allerdings etwas schmäler als bei den meisten Haushaltsnähmaschinen, da sie ja nur Geradstich machen.

Und eine geniale Hilfe, die ganz leicht zu beschaffen ist: bei ungleich dicken Nahtstücken verwendet sie auf der dünneren Seite als Unterlage in PP-Band wie es zum Verschließen zu Kartons verwendet wird und täglich in großen Mengen im Müll landet. (Einfach im nächsten Supermarkt oder Baumarkt danach fragen.)

Auch Sebastian Hoofs steppt den Hosenreißverschluss zunächst auf den Untertritt und dann beide gemeinsam an den Hosenschlitz. Wie es sich für gute Maßarbeit gehört, wird ein bisschen geheftet. Die Ziersteppnaht wird bei Hoofs handgenäht (mit Punktstichen). https://www.youtube.com/watch?v=l3kFgUESzB4 Nebenbei werden ein paar Geheimnisse von Herrenmaßhosen gelüftet.

 Noch ein Hosenreißverschluss, diesmal von Su (Doris & Su) gezeigt https://www.youtube.com/watch?v=F8Q6gXTdpYA
Sie erklärt viele Details, sogar wie man beim Overlocken um die engen Kurven zwischen Schnittzugaben und vorderer Schrittnaht kommt. (Ich beneide sie grad um die Industieoverlock mit Kniehebel.) Den Schlitzbeleg (Untertritt) näht sie zum Schluss an. Und Doris zeigt, wie man den Taschenbeutel im RV mit einfassen kann https://www.youtube.com/watch?v=4sO_mRpB7z0

Der Hosenreißverschluss bei Jeans, gezeigt von Walter Lunzer. Er verwendet wieder eine etwas andere Reihenfolge https://www.youtube.com/watch?v=5-eWQG5i5JQ 

 Wie man einen Hosenreißverschluss in eine fertig genähte Hose einsetzen kann, erfährt man in Reparaturvideos, hier von Burda und Gütermann https://www.youtube.com/watch?v=QQzouXB5SXc

Ich habe bei meinen eigenen Jeans beim RV-Tausch viel weniger aufgetrennt und das RV-Band an de Übertrittseite nicht am abgelösten Beleg angesteppt, sondern durch Beleg und Oberstoff von außen. Die gelbe Jeans-Ziersteppnaht ist daher intakt geblieben und die Naht, mit der ich den Reißverschluss angesteppt habe ist mit passend blauem Garn nahezu unsichtbar, aus normaler Distanz völlig unsichtbar. Die oberen Enden der RV-Bänder habe ich auch nur sorgfältig zur Seite gebogen und fixiert und mir dadurch das Auftrennen und neu Steppen des Bundes erspart.

Ha! Sebastian Hoofs verwendet zum Aufbügeln von Einlage die gleiche Bügelpresse, die ich seit einigen Jahren auch verwende https://youtu.be/PjjQFP4KfpM?t=223 Für Kragen, Manschetten und sonstige Kleinteile ist die genial und für große Teile (ganze Jacken- oder Mantelvorderteile) ist sie im Hausgebrauch auch ausreichend.

Solche und ähnliche Bügelpressen findet man gebraucht bei willhaben oder ebay mit etwas Geduld um einstellige oder niedrig zweistellige Eurobeträge. (Wenn der Überzug nicht mehr schön ist, kann man ja einen neuen nähen.)

Der Vorteil der Bügelpresse gegenüber dem Bügeleisen ist nicht nur die Größe (man kann mehrere Kleinteile auf einmal aufbügeln), sondern auch, dass man nichts verschiebt, wenn man das Bügeleisen irrtümlich nicht immer wieder neu aufsetzt oder mit etwas Abstand darüber schwebt, wie Basti das vorführt, sondern wie beim normalen Bügeln weiter rutscht. Außerdem haben alle Dampfbügeleisen in der Sohle Löcher für den Dampf, die je nach Modell und verwendeter Einlage zu mehr oder weniger großen Komplikationen führen können (schlecht haftende Einlage, kleine "Gupferl" usw.). Es gibt auch Bügelpressenmodelle mit "Dampfautomatik", aber sicherer funktioniert ein feuchtes Tuch.

Im Video insgesamt wird gezeigt, wie man einen abnehmbaren Herrenhemdkragen anfertigt. https://youtu.be/PjjQFP4KfpM Viele Schritte sind bei einem fix angenähten Kragen natürlich genauso.

Sichtbar eingesetzter Reißverschluss in einer Nahttasche https://www.youtube.com/watch?v=NC9WaXRkkU8
Die bebilderte Anleitung zum Video https://www.einfach-naehen.com/seitlich ... erschluss/

Auf die gleiche Art kann man einen Reißverschluss auch in anderen Nähten sichtbar einsetzen, zB im Rücken eines Kleides. An Stelle des Taschenbeutels näht man dann nur ein kleines Stoff- oder Futterstück an, um die Enden und eine Kante oder auch nur ein Ende zu verstürzen.

Es ist sinnvoll, den Stoff zumindest dort, wo später eingeschnitten wird, mit Bügeleinlage zu sichern, je nach Material kann man auch den ganzen RV-Bereich mit Einlage verstärken. Außerdem sollte man beim Ansteppen der Taschenbeutel oder des Stoffstückes an den Enden eine kurze Stichlänge verwenden. Das erleichtert es einerseits, punktgenau die Markierungen zu treffen und sorgt zweitens dafür, dass der Stoff nicht so leicht ausfranst bzw. Maschen laufen.

(Sobald ich eine bessere Anleitung gefunden habe als oben verlinkt, wird der Beitrag hier editiert.)

Wie man bei einem Kleidungsstück mit nahtverdecktem Reißverschluss den Beleg verstürzt https://www.youtube.com/watch?v=4nZLJZLf0Sg
Es wird hier am Beispiel eines Rocks mit Passe gezeigt, funktioniert aber bei Kleidern mit Beleg am Halsausschnitt genauso.

Noch eine Anleitung, wie man einen RV in ein Kleidungsstück ohne Teilungsnaht einsetzen kann (zB Rollkragenpullover, Polohemd etc) https://youtu.be/JVJeDmtcets?si=3RAMzIUnQ5OFg0HH
Als sie knapp neben der längs gesteckten Nadel entlang gesteppt hat, habe ich die Luft angehalten. Das ist so nicht empfehlenswert, denn dabei verzieht sich der Stoff leicht und im schlimmeren Fall gibt es Nadelbruch.

Und das gleiche noch einmal ausführlicher und genauer gezeigt. Die Erklärungen sind auf Spanisch, aber man sieht auch ohne Spanischkenntnisse gut, worauf es ankommt https://youtu.be/nj1jkt9RASg?si=xWK7-fPh5tI1PKFV 

Wenn man sich das ganze vor dem Zuschneiden überlegt hat, kann man durch geschickte Anordnung von Teilungsnähten das Einsetzen des Reißverschlusses deutlich vereinfachen!
Sweatshirt mit Stehkragen https://www.youtube.com/watch?v=ebs6_C_pqzU
Krageneinsatz mit Reißverschluss (ebenfalls ein Sweatshirt oder ein Fleece-Sweater) https://www.youtube.com/watch?v=blPVtZpA3TA
Troyer https://www.youtube.com/watch?v=blPVtZpA3TA

Dienstag, 21. Juni 2022

Kappnähte an Blusen und Hemden

Übernommen aus www.vernadelt.at

ju_wien schrieb am 22.06.2022:

Auf der russischen Burdaseite gibt es ein paar Anleitungen für maschingesteppte Nähte, mit denen auch versäubert wird, also Kappnähte und französische Nähte. Dabei zeigen sie nicht nur, wie man die Nähte an geraden Stoffstücken anfertigt (dafür gibt es Millionen Anleitungen in Büchern und im Web), sondern auch beim Einsetzen von Hemden- und Blusenärmeln und bei Seitennähten mit Schlitz.

Die Google-Übersetzung ist ein bisschen lustig, aber man erkennt schon, wie es funktioniert.

https://burdastyle-ru.translate.goog/ma ... r_pto=wapp (Zusammenfassung maschingesteppte Doppelnähte)

https://burdastyle-ru.translate.goog/ma ... r_pto=wapp Einsetzen und Versäubern von Ärmeln mit Kappnaht) - das funktioniert nur bei flachen oder mittelhohen Ärmelkugeln ohne Falten oder Kräusel. Bei hohen oder gezogenen Kugeln könnte man die Nahtzugaben mit Schrägband einfassen, wenn man sie nicht mit Zickzack oder Overlock versäubern will (zB bei transparenten Stoffen.

https://burdastyle-ru.translate.goog/ma ... r_pto=wapp Kappnaht in Verbindung mit einem Schlitz mit gerundetem Saum

https://burdastyle-ru.translate.goog/ma ... r_pto=wapp Die korrekte Nahtverarbeitung bei einem Herrenhemd. Ich wüsste gerne, wie Industrienäherinnen das machen, denn für Heften ist keine Zeit, das Ergebnis muss aber trotzdem perfekt sein, zumindest bei den etwas besseren Marken. Zum Umbügeln der Kugelzugabe gibt es in den Fabriken wahrscheinlich Schablonen.

https://burdastyle-ru.translate.goog/ma ... r_pto=wapp Französische Naht

https://burdastyle-ru.translate.goog/ma ... r_pto=wapp Französische Naht die in einem Schlitz endet.

https://burdastyle-ru.translate.goog/ma ... r_pto=wapp und https://burdastyle-ru.translate.goog/ma ... r_pto=wapp Verarbeitungstipps für extrem dünne, weiche Stoffe (Seidenchiffon und ähnliche). ZB: Am Nahtanfang Papier unterlegen, damit der Stoff nicht ins Stichloch gezogen wird, analoge Nähte in die gleiche Richtung nähen, damit sie sich nicht unterschiedlich dehnen und, vor allem: Zeit nehmen und geduldig und konzentriert arbeiten.

Noch eine sehr lustige Google-Übersetzung - der "orangefarbene Stick" ist ein Manikürstäbchen aus Holz, mit dem man die Nahtzugabe knapp vor dem Nähmaschinenfuß oder seitlich davon glatt halten kann https://burdastyle-ru.translate.goog/ma ... r_pto=wapp

Mittwoch, 20. April 2022

Ideensammlung Folkloreblusen

ju_wien schrieb am 17.04.2022 auf vernadelt.at: Dieser Tage bin ich über Vishyvankas gestolpert, das sind traditionelle bestickte Blusen und Hemden aus der Ukraine https://en.wikipedia.org/wiki/Vyshyvanka (Ähnliche gibt es auch in anderen Ländern Ost- und Südosteuropas.) 

Samstag, 19. Februar 2022

Gabelstich

ju_wien schrieb am 20.02.2023 in vernadelt.at: 

In der "Fachkunde Kleidermachergewerbe" von Salatsch und Werner (Wien, 1920) steht in der Materialkunde, dass es lange, halblange und kurze Nähnadeln gibt. Lange würden in der Damenschneiderei verwendet, wo "für den sogenannten Gabelstich und insbesondere zum Einziehen von Volants und Rüschen eine besondere Länge der Nadel erforderlich ist", halblange in der Herrenschneiderei und kurze von Schustern.

Gabelstich kenne ich nicht, Suchmaschinen liefern mir Chronikmeldungen über Verletzungen mit Gabeln. Auch die Suche nach Beschreibungen von Handstichen im Web und in alten Büchern war bis jetzt nicht erfolgreich. Wie also geht der Gabelstich?

Meine einzige Idee ist, dass der "Gabelstich" etwas mit Reihfäden (zum Einreihen von weiten Röcken, Rüschen, Puffärmeln ...) zu tun hat, denn ich glaube, dass ich im Zusammenhang mit Dirndln irgendwann den Ausdruck "aufgabeln" gelesen habe. Das wäre dann einfach eine Variante von Vorstich, wobei man immer mehrere Stiche macht, bevor man den Faden durchzieht.

Weiß jemand mehr?

ju_wien antwortete wenig später: 

Selbst gefunden, nicht den Ausdruck "Gabelstich", sondern "gabeln" - und dabei gelernt, dass ich das Einreihen in all den Jahren falsch gemacht habe! Und einen Expert_innenstreit habe ich offenbar auch gefunden 

Für gewöhnlich glaubt man, einreihen zu können, wenn man durch Gabeln mit der Nadel einige Vorstiche ausführt, die Nadel aus dem Stoff zieht und von neuem gabelt. Das hat jedoch mit fachgemäßem Einreihen nichts zu tun, denn bei diesem bleibt die Nähnadel von Anfang bis Ende einer Reihlinie im Stoff, ohne zwischendurch ausgezogen zu werden. Der Reihfaden muss der Länge des einzureihenden Teils entsprechen, die Reihnadel soll möglichst kurz sein. Man beginnt mit Knoten und befestigendem Rückstich, gabelt die Nadel in den Stoff und hält den Stoffrand zwischen Daumen und Zeigefinger beider Hände. Den Arbeitsanfang steckt man am Schoß fest, so daß der Stoffrand gestrafft werden kann. Nun schiebt man mit dem Mittelfinger der rechten Hand die von Daumen und Zeigefinger gehaltene Nadel vorwärts, während die linke Hand den Stoff vor der Nadel auf- und abbewegt. Die Nadel faßt stets einige Gewebefäden, führt also die Stiche aus, die höchstens 2 mm lang sein dürfen. Der Reihfaden zieht sich dabei von selbst nach; bei langen Reihlinien kann etwa in der Hälfte der Länge die Nadel einmal heraus und der Faden nachgezogen werden, so daß er da als Schlinge hängenbleibt. - Um die Stoffweite besser verteilen zu können, reiht man mindestens zweimal im Abstand von 1/2 - 1 cm. Die Fadenenden befestigt man zunächst, indem man sie mehrfach um senkrecht eingesteckte Stecknadeln wickelt. Erst wenn die Weite feststeht, werden die Reihfäden von links fest verstochen.

Quelle: Hilde Vavra: Grundlehre der Schneiderei, Leipzig, Berlin, 1935.

"Gabeln" ist also kein speziell österreichischer oder süddeutscher Ausdruck, sondern auch weiter im Norden üblich (gewesen). Es dürfte einfach das (gerade?) Einstechen der Nadel in den Stoff bezeichnen (was aber bei jeder Art von Stich passiert?) Zum Unterschied von Salatsch und Werner (für den Gabelstich sind Nadeln besonderer Länge erforderlich), verwendet Vavra möglichst kurze Nadeln. Die von ihr angegebene Stichlänge von 2 mm halte ich zum Einreihen für etwas kurz - da entstehen keine Fältchen, sonder nur winzige Kräusel. So enges Einreihen ist bei hauchdünnen Stoffen sinnvoll oder, wenn man gar nicht einreihen will, sondern nur einhalten, also keine Kräusel sichbar sein sollen, sondern der Stoff an dieser Stelle kürzer werden soll (vor allem bei Ärmelkugeln oder an der hinteren Schulternahtlinie oder wenn man irgendwo einen Abnäher vermeiden will und die Überweite oder -länge lieber einhält). Bei einem Baumwollrock, einer Schürze oder gezogenen Blusenärmeln würde ich eine Stichlänge von ca. 4 - 6 mm verwenden, viel länger nicht, da sich die gezogene Partie sonst schlecht weiter verarbeiten lässt.

Wenn man damit rechnet, dass man den Rock irgendwann in den nächsten Jahren oder Jahrzehnten weiter machen muss, ist es übrigens schlau, die Reihfäden innen nicht zu vernähen, sondern zu verknoten und etliche cm hängen zu lassen.

Mittwoch, 16. Februar 2022

Einen Raumanzug nähen

Vor der Aufgabe, für den Nachwuchs einen Raumanzug als Faschingskostüm zu nähen, stand schon manche Amateurschneiderin. In dem Artikel bei Threads geht es aber um echte Raumanzüge und um die Schneiderinnen, die seinerzeit die Raumanzüge für die Mondlandung genäht haben: https://www.threadsmagazine.com/2022/02 ... ng-history

Sonntag, 6. Februar 2022

Schluppenblusen

insa-ana und ich haben im Sommer 2020 im Forum über Schluppenblusen diskutiert. Ausgangspunkt war ein Foto in der Vorschau auf ein Burda-Heft, das sich später aber als Kauf-Modell herausstellte und keine Schluppenbluse, sondern ein dünner Pullover mit Schal war. Da wir dort über alles und jedes diskutiert haben (Garten, Gäste, Kochen, Schnittkonstruktion nach Gnan, Müller und Hofenbitzer), hier nur die Linksammlung: 

https://www.burdastyle.de/naehideen-schluppenbluse-herbst_gallery

https://www.burdastyle.de/schluppenbluse-mit-puffarmeln-10-2020-109 

insa-ana: Die Schluppenbluse aus dem vorletzten Heft finde ich hübsch nur eben ohne Gummizug an den Ärneln. Ein Shirt wie die grüne verschlusslose Bluse hatte ich schon, das war für mich im Auschnitt gerade so warm genug. Aber ich mochte es.
Die einseitige Bluse finde ich auch mal eine interessante Lösung.

ju_wien:  Ein ähnliches Modell wie die hellgrüne Bluse mit dem V-Ausschnitt habe ich vor 2 oder 3 Jahren genäht. Da war die Schleife etwas schmaler und die mit dem asymmetrischen Vorderteil hatte ich vor längerer Zeit schon auf meiner Wunschliste - wobei ich nicht sicher bin, ob mir der Schnitt wirklich gut gefällt oder ob ich vor allem in den schönen Seidendruck verliebt bin.

ju_wien:  Eine etwas außergewöhnlichere Schluppenbluse, die mir gut gefällt https://sewing.patternreview.com/Patterns/103554

Diese Burda Bluse (aus 12/2019, Kurzgrößen) ist von der Idee her ähnlich https://www.burdastyle.de/produkt/magaz ... -122019-DL (seitliche Schleife, angeschnitten, mit Raffung), aber die "New Look" Bluse gefällt mir besser.

insa-ana:  Die Schluppenbluse von Patternreview finde ich sehr hübsch . Die kommt auf die to do Liste. Bei der Burda Bluse finde ich den Stoff sehr schön.

ju_wien:  Ja, die Seide hat es mir auch angetan. Irgendwo lagert sicher verpackt die Otten-Beute und da ist ein Seidenimprimé dabei, für den ich schon lange einen Schnitt suche (möglichst wenige Nähte, da ich das Muster nicht zerschneiden will, soll aber trotzdem kein Sack sein).

Wenn du dir einen Schnitt für die Bluse konstruierst, würdest du mir dann zeigen, wie das mit der Raffung und den angeschnittenen Bändern funktioniert? Theoretisch weiß ich ja, dass man einschneiden und spreizen muss, aber konkret gemacht habe ich es noch nicht.

insa-ana:  Ja klar, das Bild habe ich mir schon runtergeladen. Nur brauchen die für das langärmelige Modell weniger Stoff als für das ohne Ärme?

ju_wien:  A ist das langärmlige Modell und B das ärmellose. Ich musste jetzt auch ein paarmal schauen, aber das passt schon.

Da gibt es noch mehr Fotos https://www.amazon.com/-/de/dp/B08KJQLC ... 186&sr=8-1 - Die Schulterpartie und das Armloch haben sie schön gemacht. Da könnte Burda sich was abschauen 

Mich würde interessieren, wie das "Bündchen" gelöst ist, davon gibt es ja nur eine Zeichnung. Auf der ist das Bündchen so glatt, als wäre der Ärmel gekräuselt und ein glatter Streifen aufgesteppt oder zwischengefasst. Das erleichtert das Bügeln *nicht*. Ich würde da eher einen Tunnel fabrizieren und da ein Band einziehen (oder auch nur ein Gummiband), damit man das untere Ärmelende zum Bügeln glatt streifen kann. Riegel wie bei einem Trenchcoatärmel könnten auch funktionieren (sind aber viel Arbeit).

Die Versandkosten von dem Amazon-Händler sind leider ganz schön heftig. Sonst hätte ich ohnehin schon zugeschlagen, nur um die Neugierde zu befriedigen. Bei Pattern-Review wird der Versand umso billiger, je mehr Schnitte man kauft. Bis jetzt bin ich aber noch standhaft  Und bei jedem dritten Klick bremst mich sowieso das Captcha.

insa-ana:  Ich frage mich wie der Schnitt wirklich aussieht. Auf den Zeichnungen kann ich mal ein oder zwei Schluppenbänder erkennen. Auf dem Foto sehe ich nur eines das durch eine Schlaufe gezogen zu sein scheint. Der Wasserfallteil wirkt auf dem Foto extra eingesetzt und nicht angeschnitten wie auf den Zeichnungen. 

Auf dem Foto kann man auch keine vordere Mittelnaht erkennen, die auf der technischen Zeichnung aber vorhanden ist. Dann muss man den Wasserfall einsetzen oder zumindest die Bänder ansetzen, weil die Stoffmenge ja irgendwo herkommen muss.

 Ich hab ihn bestellt. Kann aus den USA allerdings ein paar Wochen dauern.

Von dem Schnitt gibt es übrigens noch keine review, dürfte also recht neu sein. Bei anderen Blusenmodellen kann man zig Ausführungen bewundern und lesen, welche Änderungen die Damen vornehmen mussten und wie sie mit dem Schnitt zufrieden waren.

 Außer Konkurrenz ein Schluppen-Jerseyshirt https://sewing.patternreview.com/review/pattern/169305 - gefällt mir in dieser Ausführung besser als das Original https://jalie.com/jalie2921-scarf-collar-top-pattern - diese Maschen direkt auf Busenhöhe oder darunter sehen merkwürdig aus. Hier hat sie noch ein paar Fotos vom Projekt https://bespokeability.blogspot.com/202 ... ng_21.html
Das erwähnte Erklärungsvideo von Jalie ist hier https://www.youtube.com/watch?v=EFFj8-Q9AA0 (die ziemlich laute Musik kann man abschalten, denn es kommen keine erklärenden Worte). Im Video erkennt man dann auch, warum das Annähen des Schalkragens "Burrito-Technik" genannt wird. Beim Einrollen der Teile und Stecken des Kragens muss man sorgfältig vorgehen, sonst produziert die Overlock nachher Material für den nächsten auszustopfenden Leseknochen *devil*

Wenn man die Wendeöffnung nicht wie im Video, sondern ca. in der Mitte macht, wird nicht nur das Wenden einfacher, sondern sie verschwindet auch unsichtbar an der Innenseite hinten im Nacken, während die handgenähte Wendeöffnung am Ende des Kravattenteils in Elastikjersey ziemlich sicher nicht schön wird.

Bei Stoffen die sich leicht verdrücken oder verziehen würde ich nur die losen Enden verstürzen und die Innenkante des Kragens einschlagen und im Nahtschatten steppen oder gleich mit der Hand.

Wer lieber französische Untertitel hat https://www.youtube.com/watch?v=xYpyC87MELc

Insgesamt sind das aber empfehlenswerte Videos, wenn man noch nicht viel Erfahrung im Nähen mit Overlockmaschinen hat. Und sie machen auch deutlich, dass Passzeichen bei elastischen Stoffen zumindest ebenso wichtig sind wie bei unelastischen Webstoffen.

//Update, Ergänzung: Laut der Beschreibung bei Patternreview und den Produktbildern gibt es eine Variante, wo die Schalbänder durch eine Öffnung in der vorderen Mittelnaht gezogen werden. Die Markierungen dafür sind auf dem Schnittteil im Video nicht erkennbar. Außerdem frage ich mich, wie sie das mit der Overlockmaschine hinkriegen ;-) Außerdem ist mir aufgefallen, dass sie die Kragenteile auch auf die Nahtzugaben des Vorderteils aufgesteppt haben und nachher, beim Verbinden der Vorderteile bis genau darunter gesteppt haben - ohne Einzwicken. Es gibt dort also eine kleine Überlappung. Bei sehr elastischem und eher dünnen Jersey funktioniert das, bei widerspenstigeren Stoffen sicher nicht.

 von insa-ana » 24.10.2020 12:43

ju_wien hat geschrieben:Ich hab ihn bestellt. Kann aus den USA allerdings ein paar Wochen dauern.

Von dem Schnitt gibt es übrigens noch keine review, dürfte also recht neu sein. Bei anderen Blusenmodellen kann man zig Ausführungen bewundern und lesen, welche Änderungen die Damen vornehmen mussten und wie sie mit dem Schnitt zufrieden waren.
Da bin ja echt gespannt. Mich würde dann echt interessieren wie der Wasserfallteil aussieht.

Das Shirt finde ich eine lustige Idee. Bei der Naht ein Stück offen zu lassen und da den Schal durch zu ziehen finde ich sehr hübsch. Die Methode mit Knoten gefällt mir auch gut.
 
ju_wien:  Technisch keine Schluppenbluse, aber im Stil so ähnlich: Eine Bluse mit Jabot, Stehkragen und Rüschen, außerdem unterhalb der Passe gezogen: https://media.vanityfair.com/photos/5e8 ... hlafly.jpg (Das Foto stammt aus einem Film über Phyllis Schlafly https://www.vanityfair.com/hollywood/20 ... -blanchett)
 
insa-ana: Blusen mit Jabot habe ich glaube ich das letzte mal vor 15 Jahren genäht. Eine dunkelviolette mit schwarzem Spitzen Jabot und Ärmelvolants zum anknöpfen. Dann noch eine in wollweiß da gab es Jabot und Ärmelvolants aus dem gleichen Stoff. Das war praktisch so konnte ich die Blusen mit und oder Jabot und Ärmelvolants tragen oder ganz ohne. Die schwarze Spitzengarnitur ging natürlich auch zur weißen Bluse
 
ju_wien:  Kamala Harris hatte bei der acceptance speech auch eine Schluppenbluse (aus cremefarbenem Satin) an https://www.thecut.com/2020/11/kamala-h ... peech.html https://www.cosmopolitan.com/politics/a ... -pantsuit/ 

insa-ana: Das ist hübsch mit dem dicken Seidensatin. In einem meiner Burda oder Neue Mode Hefte aus den 90ern gibt es eine ähnliche Bluse. Die hat aber den Schleifenknoten auch an den kurzen Ärmeln. Die fand ich immer sehr hübsch. Vielleicht schaffe ich es in den nächsten Tagen mal nachzusehen.
 
Eine andere Art Schleifenbluse https://dpstudio-fashion.com/en/sewing- ... louse.html

Einfache Schleifen an den Ärmelbündchen https://1.bp.blogspot.com/-PMw4hTAsliQ/ ... detail.jpg
Das Kleid dazu muss ich für mich nicht haben (weder den Schnitt noch den Stoff - obwohl der Stoff praktisch ist, da man weder Nähfehler noch Dreck sieht) Fall https://nahtzugabe.blogspot.com/2020/06 ... z-das.html

DP Studio hat ein paar interessante Schnitte im Angebot, allerdings relativ teuer (à la Vogue). Und sie bieten unter dem Titel "Basis patterns" einzelne Schnittteile an, also Grundschnitte für Ärmel, div. Kragenformen, div. Oberteilformen usw. die man dann abwandeln und kombinieren kann. Ist allerdings ein kostspieliges Puzzle und einige der Grundschnitte kosten mehr als ein fertiges Kleidungsstück einer mittelgünstigen Marke (und man sollte in bisschen Erfahrung haben, um um zu erkennen, was sich kombinieren lässt und was nicht. Dann hat man aber schon eine entsprechende Schnittsammlung und braucht keine einzelne Kragen etc. kaufen). Unter den "Technical files" gibt es einige brauchbare Hilfsmittel gratis, zB Vergleich internationaler Konfektionsgrößen

Die unteren beiden Fotos von dem beigen Kleid sehen aus, als wären sie für eine Hilfe zum Schnittanpassen fotografiert worden *rolleyes* https://dpstudio-fashion.com/en/sewing- ... iling.html Rücken steht ab, Stoff staut sich auf den Hüften, die Ärmel sitzen auch nicht berauschend gut.
 
 
ju_wien hat geschrieben:Eine andere Art Schleifenbluse https://dpstudio-fashion.com/en/sewing- ... louse.html
Mir gefallen die Ärmel gut, vor allem, dass sie an der Oberseite (wo der Ellenbogen ist) länger geschnitten sind. Dadurch spannt nichts, wenn man den Arm abwinkelt und das Bündchen bleibt schön gerade. War früher bei Hemdblusen allgemein üblich, ist aber bei Konfektionsmodellen und auch bei Burda irgendwann verschwunden. Aber DP (der Gründer/Betreiber ist Lehrer an einer Modefachschule in Paris) macht das bei den meisten weiten Ärmeln.

Bei dem gelb-weiß-schwarz gestreiften Modell frage ich mich allerdings, warum das linke Bündchen schief zugeschnitten ist. Es ist ja nicht im 45° Winkel, sondern nur leicht schief. Irgendein cooles Designgeheimnis oder einfach beim Zuschneiden verrutscht?

Die Schnitte auf der Seite sehen wirklich spannend aus und dürften auch gut durchdacht sein, aber die genähten Modelle sehen zum Teil nach Anfängerarbeit aus.
 
Die Ärmel sind mir auch gleich positiv aufgefallen. Die Bluse gefällt mir gut, nur den schrägen Saum muss ich nicht haben bei so einem eleganten Stück.
 
Ein Schluppenkleid mit V-Ausschnitt https://www.burdastyle.de/produkt/magaz ... -092016-DL

Den Rock kann man ja weglassen bzw. den Ausschnitt in einen vorhandenen Blusengrundschnitt kopieren und für eine konventionelle Bluse müsste man vorne einen Knopfverschluss dazu basteln. Das sollte aber möglich sein, da das Schleifenband an der Ausschnittspitze nicht angenäht ist.
 
Noch eine Variante von Schluppenbluse - lose geschnitten, ohne Verschluss, mit V-Ausschnitt, wo das Schleifenband je nachdem ganz oder nur am Rückenteil angenäht ist https://thefoldline.com/product/pussy-bow-blouse/
Ähnliche Modelle gab es in den letzten Jahren bei Burda immer wieder.
 
Ein Gratischnitt https://www.sewmag.co.uk/templates/sew- ... bow-blouse (man muss sich registrieren und zustimmen, dass man den Newsletter bekommt. Ich habe noch keine Erfahrung, ob das in Spam ausartet.) Und noch ein Schluppenkleid aus der gleichen Quelle https://www.sewmag.co.uk/templates/sew- ... anne-dress 
 
Zu dieser Schluppenbluse https://www.burdastyle.de/bluse-12-2019-114  aus dem Burda Weihnachtsheft 2019 gibt es inzwischen viele Nachnähberichte und Fotos (auf der verlinkten Schnittseite ganz unten) aus dem Burda Weihnachtsheft 2019 gibt es inzwischen viele Nachnähberichte und Fotos (auf der verlinkten Schnittseite ganz unten) (Update 2025: nicht mehr auf der Burda-Seite, da die Community in der Form aufgelassen wurde)

Da ich grad Schnittmusterarchäologie betreibe: In den Neue Mode Heften 1984 und 1985 gibt es mehrere Schluppenblusen mit tief eingesetzten weiten Ärmeln und schönen großen Schleifen.
 
insa-ana:  Die Bluse finde ich auch hübsch. Eigentlich braucht frau doch ganz viele Schluppenblusen, oder nicht? 
 
ju_wien:  In der September-Burda gab es eine Schluppenbluse mit schmalen Schleifenbändern und mit Biesen an den Ärmeln https://www.burdastyle.de/produkt/magaz ... 1020990std
Auf der internationalen Burdastyle-Seite gibt es die Bilderanleitung dazu https://www.burdastyle.com/blog/sewing- ... se-09-2021 die auch für viele andere Blusen passt (allerdings ohne Hemdkragen und Manschetten).

Natürlich nicht für dich, insa-ana, sondern für weniger erfahrene Hobbyschneiderinnen die hier mitlesen

Ansonsten gibt es eine neue "Burda plus", die Vorschau auf die normale November Burda ist noch nicht online.

Und noch eine Bluse mit Monsterschluppe und Monsterärmeln vom Runway https://burdastyle.ru/stati/s-chem-nosi ... -stilyah-/ (in dem Artikel geht es darum, was man zu Lederhosen kombinieren kann).
*wink*
Und ein Schluppenblusenkleid von Ungaro https://kent.pastperfectonline.com/webo ... 6784125969 (wenn man auf das unscharfe Foto klickt, kommt erst das richtige Foto vom ganzen Kleid) - Neuer Link: https://ksum.catalogaccess.com/objects/2436

Die Online-Collection des Museums der Kent University ist übrigens eine Fundgrube https://www.kent.edu/museum/online-collection

Und noch ein Hemdblusenkleid, diesmal mit normalem Kragen https://kent.pastperfectonline.com/webo ... 1538785180 - warum ich es hier verlinke: Die schlaue Lösung, wie man bei einem taillierten Modell Falten und Abnäher zusammen bringt! (Sieht man vor allem auf dem Detailfoto)
 
Vogue hat im aktuellen Herbst-Katalog einen Blusenschnitt mit Rüschen und abnehmbarer Schluppe und Kräuseln an der Ärmelkugel und im Rücken unter der Passe: V1769 https://www.komolka.at/schnitte/vogue-s ... 2021/bluse https://patternsandplains.com/collectio ... ttern-1769
Für die Dame mit der türkisfarbenen Bluse sind die Schultern IMO etwas zu breit. Dadurch hängen die Kräusel an der Kugel hinunter.
 
insa-ana:  Die Bluse mit den riesigen Ärmeln und der langen Schluppe finde ich sehr schön. Aber sie würde mir weder passen noch wüßte ich wann ich sie tragen könnte.
 
ju_wien: In meiner Teenagerzeit hatte ich einige Blusen und ein Ballkleid mit (fast) so weiten Ärmeln. Die sehen toll aus, wenn man mit ausgebreiteten Armen da steht oder dirigiert oder tanzt oder auch an der Schultafel schreibt, aber für alle anderen Gelegenheiten sind sie eher unbrauchbar und man darf nie knapp an Türschnallen oder sonstigen hakenartigen Hindernissen vorbeigehen.
 
insa-ana: Ich glaube so Sachen wie an Schultafeln schreiben, dirigieren und so habe ich hinter mir
 
ju_wien:  Wieder ein Fund für die Schluppenblusenliste in Burda 2/2008, Modell 119. Mehr ein Blüschen als eine Bluse. Da das Licht zum Fotografieren grad nicht günstig ist, versuche ich eine Beschreibung. Der Schnitt ist leicht tailliert, ohne Abnäher, bzw. die Brustabnäher und die Schulterabnäher in Richtung zum Halsausschnitt verlegt und in Kräusel umgewandelt. Die Schulternähte sind leicht verkürzt, das Armloch endet also nicht am Schulterpunkt, sondern weiter innen. Und die Schluppe sitzt seitlich, ca. 2 - 3 Finger breit vor der linken Schulternaht. Das vordere Ende vom Kragen wird ein paar cm umgebogen und bildet die Schlaufe, wird nach dem Feststeppen auf 3 cm eingereiht. Hinten wird der Kragen bis zur linken Schulternaht angesteppt, der Rest steht über, wird verstürzt und dann durch die Schlaufe gezogen.

Ha! Googeln hilft ;-) Die Dame hier hat die technische Zeichnung von dem Blüschen eingescannt http://www.unbiaseddesign.com/silk-char ... -2008-119/ verarbeitet hat sie es ein wenig anders (mit Knopfverschluss an der Schulter). Und noch ein Ausführungsbeispiel. https://selfishseamstress.wordpress.com ... -2008-119/.
 
(Links funktionieren zT nicht mehr)
 

Freitag, 24. Dezember 2021

Genähte Stirnbänder und Hauben

ju_wien schrieb am 25.12.2021 in vernadelt.at:

Im Nähtagebuch habe ich schon einige Anleitungen für warme Stirnbänder gesammelt, aber dort findet man sie ja nur schwer, daher der Versuch, sie hier geordnet zu sammeln.

Einfache "Schläuche":
https://lilu-kunterbunt.de/tutorial-ein ... stirnband/
https://funkelfaden.de/diy-anleitung-stirnband-nahen/
https://wunderbunt.de/stirnband-naehen/

Mit Drehung, Twist, Knoten:
https://wunderbunt.de/stirnband-naehen/
https://blog.buttinette.com/naehen/stirnband/
https://www.torftrottel.at/stirnband-na ... anleitung/
https://linababedierste.blogspot.com/20 ... r-day.html
https://diy-family.com/stirnband-frau-s ... er-naehen/ (im Nacken breiter, daher am besten zu hochgesteckten Haaren passend)
https://www.musterkitz.com/stirnband/
https://kreativina.de/stirnband-easy-selber-naehen/ Bei dieser Anleitung wird der Stoffstreifen zunächst komplett verstürzt und dann erst der Knoten genäht. Dadurch sind an der Innenseite keine Nahtzugaben sichtbar, allerdings sollte der Stoff dafür nicht zu dick sein (*viele* Lagen, wo der Knoten gefaltet und gesteppt wird).

Geformt mit Ohrenklappen:
https://naehen.com/wp-content/cache/wp- ... .html_gzip
https://thehangrystories.com/2016/01/10 ... hrradhelm/ (basiert auf dem ebook-frosty)

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Schnittsammlung Schürzen

ju-wien schrieb am 07.10.2021 auf vernadelt.at:

Bei der Suche nach den Schürzenlinks, die ich schon einmal für mich gesammelt hatte, bin ich draufgekommen, dass eine Gartenschürze mit tiefen Taschen schon 2018 geplant war (genauer sogar schon Ende 2017, als ich die Pläne für das nächste Jahr fasste [Gute Nähvorsätze für 2018])

Geworden ist die erste dann im September 2021, als die Äpfel schon dringend auf's Gepflücktwerden warteten. 

Da Schürzen nicht mehr so oft in den Schnittheften vorkommen (früher gab es die bei Burda immer einmal zur Weihnachtskeksbackzeit und einmal zum Frühjahrsputz oder im Frühsommer), beginne ich hier eine Liste mit Links zu Schnitten und Anregungen. Schnitte kann man sich ja auch selbst basteln, wenn man sich einmal überlegt hat, was die Schürze "leisten" soll. Im einfachsten Fall besteht sie aus einem Rechteck mit Bändern dran.

Hier eine künstlerisch gestaltete Schürze https://dianeericson.com/blogs/journal/ ... on-pattern
Die Collage macht das Waschen und Bügeln nicht gerade einfacher, würde ich für eine Gebrauchsschürze also weglassen, aber das Faltschema für den rechten Schürzenteil zeigt gut, wie die Tasche für eine Pflückschürze oder auch eine Kluppenschürze konstruiert werden kann, damit die Tasche viel Raum für Äpfel, Birnen oder eben Wäscheklammern bietet.

Meine hat in der Mitte der Tasche am oberen Rand noch ein Bindeband, damit sie nicht zu lose hängt. Zum Entleeren der Ernte kann man das Band lösen.


Einige Schürzenlinks, die ich im August 2021 gesammelt hatte:

https://blog.westfalenstoffe.de/tutoria ... erntezeit/
https://www.landlust.de/dl/3/4/0/9/3/2/ ... uerzen.pdf (findet man hier mit der Suchfunktion https://www.landlust.de/Anleitungen-3379771.html)
Da sieht man leider nur ungefähr, wie sie konstruiert ist https://floritas-kreativtausch.blogspot ... apron.html

Mehr Sack als Schürze https://www.manufactum.at/pflueckschuer ... /?c=172830
und die sieht durchaus brauchbar aus, taucht aber großteils auf sehr merkwürdigen Websites auf https://www.amazon.de/Ardermu-Garten-Ob ... B07GQKGLKK
https://ifep.in/responsive/index.php?id=441033 - Bitte auch die Hinweise unter viewtopic.php?f=72&t=8341&start=195#p128077 beachten.

Noch ein Entwurf von Diane Ericson, diesmal mit vielen Taschen in allen Höhen https://dianeericson.com/blogs/journal/designing-a-maker-apron Für eine echte Arbeitsschürze sollte man die Taschen so positionieren, dass sie beim Vorbeugen nicht behindern, wenn man mehr als ein Papiertaschentuch eingesteckt hat.