Mittwoch, 16. Februar 2022

Einen Raumanzug nähen

Vor der Aufgabe, für den Nachwuchs einen Raumanzug als Faschingskostüm zu nähen, stand schon manche Amateurschneiderin. In dem Artikel bei Threads geht es aber um echte Raumanzüge und um die Schneiderinnen, die seinerzeit die Raumanzüge für die Mondlandung genäht haben: https://www.threadsmagazine.com/2022/02 ... ng-history

Sonntag, 6. Februar 2022

Schluppenblusen

insa-ana und ich haben im Sommer 2020 im Forum über Schluppenblusen diskutiert. Ausgangspunkt war ein Foto in der Vorschau auf ein Burda-Heft, das sich später aber als Kauf-Modell herausstellte und keine Schluppenbluse, sondern ein dünner Pullover mit Schal war. Da wir dort über alles und jedes diskutiert haben (Garten, Gäste, Kochen, Schnittkonstruktion nach Gnan, Müller und Hofenbitzer), hier nur die Linksammlung: 

https://www.burdastyle.de/naehideen-schluppenbluse-herbst_gallery

https://www.burdastyle.de/schluppenbluse-mit-puffarmeln-10-2020-109 

insa-ana: Die Schluppenbluse aus dem vorletzten Heft finde ich hübsch nur eben ohne Gummizug an den Ärneln. Ein Shirt wie die grüne verschlusslose Bluse hatte ich schon, das war für mich im Auschnitt gerade so warm genug. Aber ich mochte es.
Die einseitige Bluse finde ich auch mal eine interessante Lösung.

ju_wien:  Ein ähnliches Modell wie die hellgrüne Bluse mit dem V-Ausschnitt habe ich vor 2 oder 3 Jahren genäht. Da war die Schleife etwas schmaler und die mit dem asymmetrischen Vorderteil hatte ich vor längerer Zeit schon auf meiner Wunschliste - wobei ich nicht sicher bin, ob mir der Schnitt wirklich gut gefällt oder ob ich vor allem in den schönen Seidendruck verliebt bin.

ju_wien:  Eine etwas außergewöhnlichere Schluppenbluse, die mir gut gefällt https://sewing.patternreview.com/Patterns/103554

Diese Burda Bluse (aus 12/2019, Kurzgrößen) ist von der Idee her ähnlich https://www.burdastyle.de/produkt/magaz ... -122019-DL (seitliche Schleife, angeschnitten, mit Raffung), aber die "New Look" Bluse gefällt mir besser.

insa-ana:  Die Schluppenbluse von Patternreview finde ich sehr hübsch . Die kommt auf die to do Liste. Bei der Burda Bluse finde ich den Stoff sehr schön.

ju_wien:  Ja, die Seide hat es mir auch angetan. Irgendwo lagert sicher verpackt die Otten-Beute und da ist ein Seidenimprimé dabei, für den ich schon lange einen Schnitt suche (möglichst wenige Nähte, da ich das Muster nicht zerschneiden will, soll aber trotzdem kein Sack sein).

Wenn du dir einen Schnitt für die Bluse konstruierst, würdest du mir dann zeigen, wie das mit der Raffung und den angeschnittenen Bändern funktioniert? Theoretisch weiß ich ja, dass man einschneiden und spreizen muss, aber konkret gemacht habe ich es noch nicht.

insa-ana:  Ja klar, das Bild habe ich mir schon runtergeladen. Nur brauchen die für das langärmelige Modell weniger Stoff als für das ohne Ärme?

ju_wien:  A ist das langärmlige Modell und B das ärmellose. Ich musste jetzt auch ein paarmal schauen, aber das passt schon.

Da gibt es noch mehr Fotos https://www.amazon.com/-/de/dp/B08KJQLC ... 186&sr=8-1 - Die Schulterpartie und das Armloch haben sie schön gemacht. Da könnte Burda sich was abschauen 

Mich würde interessieren, wie das "Bündchen" gelöst ist, davon gibt es ja nur eine Zeichnung. Auf der ist das Bündchen so glatt, als wäre der Ärmel gekräuselt und ein glatter Streifen aufgesteppt oder zwischengefasst. Das erleichtert das Bügeln *nicht*. Ich würde da eher einen Tunnel fabrizieren und da ein Band einziehen (oder auch nur ein Gummiband), damit man das untere Ärmelende zum Bügeln glatt streifen kann. Riegel wie bei einem Trenchcoatärmel könnten auch funktionieren (sind aber viel Arbeit).

Die Versandkosten von dem Amazon-Händler sind leider ganz schön heftig. Sonst hätte ich ohnehin schon zugeschlagen, nur um die Neugierde zu befriedigen. Bei Pattern-Review wird der Versand umso billiger, je mehr Schnitte man kauft. Bis jetzt bin ich aber noch standhaft  Und bei jedem dritten Klick bremst mich sowieso das Captcha.

insa-ana:  Ich frage mich wie der Schnitt wirklich aussieht. Auf den Zeichnungen kann ich mal ein oder zwei Schluppenbänder erkennen. Auf dem Foto sehe ich nur eines das durch eine Schlaufe gezogen zu sein scheint. Der Wasserfallteil wirkt auf dem Foto extra eingesetzt und nicht angeschnitten wie auf den Zeichnungen. 

Auf dem Foto kann man auch keine vordere Mittelnaht erkennen, die auf der technischen Zeichnung aber vorhanden ist. Dann muss man den Wasserfall einsetzen oder zumindest die Bänder ansetzen, weil die Stoffmenge ja irgendwo herkommen muss.

 Ich hab ihn bestellt. Kann aus den USA allerdings ein paar Wochen dauern.

Von dem Schnitt gibt es übrigens noch keine review, dürfte also recht neu sein. Bei anderen Blusenmodellen kann man zig Ausführungen bewundern und lesen, welche Änderungen die Damen vornehmen mussten und wie sie mit dem Schnitt zufrieden waren.

 Außer Konkurrenz ein Schluppen-Jerseyshirt https://sewing.patternreview.com/review/pattern/169305 - gefällt mir in dieser Ausführung besser als das Original https://jalie.com/jalie2921-scarf-collar-top-pattern - diese Maschen direkt auf Busenhöhe oder darunter sehen merkwürdig aus. Hier hat sie noch ein paar Fotos vom Projekt https://bespokeability.blogspot.com/202 ... ng_21.html
Das erwähnte Erklärungsvideo von Jalie ist hier https://www.youtube.com/watch?v=EFFj8-Q9AA0 (die ziemlich laute Musik kann man abschalten, denn es kommen keine erklärenden Worte). Im Video erkennt man dann auch, warum das Annähen des Schalkragens "Burrito-Technik" genannt wird. Beim Einrollen der Teile und Stecken des Kragens muss man sorgfältig vorgehen, sonst produziert die Overlock nachher Material für den nächsten auszustopfenden Leseknochen *devil*

Wenn man die Wendeöffnung nicht wie im Video, sondern ca. in der Mitte macht, wird nicht nur das Wenden einfacher, sondern sie verschwindet auch unsichtbar an der Innenseite hinten im Nacken, während die handgenähte Wendeöffnung am Ende des Kravattenteils in Elastikjersey ziemlich sicher nicht schön wird.

Bei Stoffen die sich leicht verdrücken oder verziehen würde ich nur die losen Enden verstürzen und die Innenkante des Kragens einschlagen und im Nahtschatten steppen oder gleich mit der Hand.

Wer lieber französische Untertitel hat https://www.youtube.com/watch?v=xYpyC87MELc

Insgesamt sind das aber empfehlenswerte Videos, wenn man noch nicht viel Erfahrung im Nähen mit Overlockmaschinen hat. Und sie machen auch deutlich, dass Passzeichen bei elastischen Stoffen zumindest ebenso wichtig sind wie bei unelastischen Webstoffen.

//Update, Ergänzung: Laut der Beschreibung bei Patternreview und den Produktbildern gibt es eine Variante, wo die Schalbänder durch eine Öffnung in der vorderen Mittelnaht gezogen werden. Die Markierungen dafür sind auf dem Schnittteil im Video nicht erkennbar. Außerdem frage ich mich, wie sie das mit der Overlockmaschine hinkriegen ;-) Außerdem ist mir aufgefallen, dass sie die Kragenteile auch auf die Nahtzugaben des Vorderteils aufgesteppt haben und nachher, beim Verbinden der Vorderteile bis genau darunter gesteppt haben - ohne Einzwicken. Es gibt dort also eine kleine Überlappung. Bei sehr elastischem und eher dünnen Jersey funktioniert das, bei widerspenstigeren Stoffen sicher nicht.

 von insa-ana » 24.10.2020 12:43

ju_wien hat geschrieben:Ich hab ihn bestellt. Kann aus den USA allerdings ein paar Wochen dauern.

Von dem Schnitt gibt es übrigens noch keine review, dürfte also recht neu sein. Bei anderen Blusenmodellen kann man zig Ausführungen bewundern und lesen, welche Änderungen die Damen vornehmen mussten und wie sie mit dem Schnitt zufrieden waren.
Da bin ja echt gespannt. Mich würde dann echt interessieren wie der Wasserfallteil aussieht.

Das Shirt finde ich eine lustige Idee. Bei der Naht ein Stück offen zu lassen und da den Schal durch zu ziehen finde ich sehr hübsch. Die Methode mit Knoten gefällt mir auch gut.
 
ju_wien:  Technisch keine Schluppenbluse, aber im Stil so ähnlich: Eine Bluse mit Jabot, Stehkragen und Rüschen, außerdem unterhalb der Passe gezogen: https://media.vanityfair.com/photos/5e8 ... hlafly.jpg (Das Foto stammt aus einem Film über Phyllis Schlafly https://www.vanityfair.com/hollywood/20 ... -blanchett)
 
insa-ana: Blusen mit Jabot habe ich glaube ich das letzte mal vor 15 Jahren genäht. Eine dunkelviolette mit schwarzem Spitzen Jabot und Ärmelvolants zum anknöpfen. Dann noch eine in wollweiß da gab es Jabot und Ärmelvolants aus dem gleichen Stoff. Das war praktisch so konnte ich die Blusen mit und oder Jabot und Ärmelvolants tragen oder ganz ohne. Die schwarze Spitzengarnitur ging natürlich auch zur weißen Bluse
 
ju_wien:  Kamala Harris hatte bei der acceptance speech auch eine Schluppenbluse (aus cremefarbenem Satin) an https://www.thecut.com/2020/11/kamala-h ... peech.html https://www.cosmopolitan.com/politics/a ... -pantsuit/ 

insa-ana: Das ist hübsch mit dem dicken Seidensatin. In einem meiner Burda oder Neue Mode Hefte aus den 90ern gibt es eine ähnliche Bluse. Die hat aber den Schleifenknoten auch an den kurzen Ärmeln. Die fand ich immer sehr hübsch. Vielleicht schaffe ich es in den nächsten Tagen mal nachzusehen.
 
Eine andere Art Schleifenbluse https://dpstudio-fashion.com/en/sewing- ... louse.html

Einfache Schleifen an den Ärmelbündchen https://1.bp.blogspot.com/-PMw4hTAsliQ/ ... detail.jpg
Das Kleid dazu muss ich für mich nicht haben (weder den Schnitt noch den Stoff - obwohl der Stoff praktisch ist, da man weder Nähfehler noch Dreck sieht) Fall https://nahtzugabe.blogspot.com/2020/06 ... z-das.html

DP Studio hat ein paar interessante Schnitte im Angebot, allerdings relativ teuer (à la Vogue). Und sie bieten unter dem Titel "Basis patterns" einzelne Schnittteile an, also Grundschnitte für Ärmel, div. Kragenformen, div. Oberteilformen usw. die man dann abwandeln und kombinieren kann. Ist allerdings ein kostspieliges Puzzle und einige der Grundschnitte kosten mehr als ein fertiges Kleidungsstück einer mittelgünstigen Marke (und man sollte in bisschen Erfahrung haben, um um zu erkennen, was sich kombinieren lässt und was nicht. Dann hat man aber schon eine entsprechende Schnittsammlung und braucht keine einzelne Kragen etc. kaufen). Unter den "Technical files" gibt es einige brauchbare Hilfsmittel gratis, zB Vergleich internationaler Konfektionsgrößen

Die unteren beiden Fotos von dem beigen Kleid sehen aus, als wären sie für eine Hilfe zum Schnittanpassen fotografiert worden *rolleyes* https://dpstudio-fashion.com/en/sewing- ... iling.html Rücken steht ab, Stoff staut sich auf den Hüften, die Ärmel sitzen auch nicht berauschend gut.
 
 
ju_wien hat geschrieben:Eine andere Art Schleifenbluse https://dpstudio-fashion.com/en/sewing- ... louse.html
Mir gefallen die Ärmel gut, vor allem, dass sie an der Oberseite (wo der Ellenbogen ist) länger geschnitten sind. Dadurch spannt nichts, wenn man den Arm abwinkelt und das Bündchen bleibt schön gerade. War früher bei Hemdblusen allgemein üblich, ist aber bei Konfektionsmodellen und auch bei Burda irgendwann verschwunden. Aber DP (der Gründer/Betreiber ist Lehrer an einer Modefachschule in Paris) macht das bei den meisten weiten Ärmeln.

Bei dem gelb-weiß-schwarz gestreiften Modell frage ich mich allerdings, warum das linke Bündchen schief zugeschnitten ist. Es ist ja nicht im 45° Winkel, sondern nur leicht schief. Irgendein cooles Designgeheimnis oder einfach beim Zuschneiden verrutscht?

Die Schnitte auf der Seite sehen wirklich spannend aus und dürften auch gut durchdacht sein, aber die genähten Modelle sehen zum Teil nach Anfängerarbeit aus.
 
Die Ärmel sind mir auch gleich positiv aufgefallen. Die Bluse gefällt mir gut, nur den schrägen Saum muss ich nicht haben bei so einem eleganten Stück.
 
Ein Schluppenkleid mit V-Ausschnitt https://www.burdastyle.de/produkt/magaz ... -092016-DL

Den Rock kann man ja weglassen bzw. den Ausschnitt in einen vorhandenen Blusengrundschnitt kopieren und für eine konventionelle Bluse müsste man vorne einen Knopfverschluss dazu basteln. Das sollte aber möglich sein, da das Schleifenband an der Ausschnittspitze nicht angenäht ist.
 
Noch eine Variante von Schluppenbluse - lose geschnitten, ohne Verschluss, mit V-Ausschnitt, wo das Schleifenband je nachdem ganz oder nur am Rückenteil angenäht ist https://thefoldline.com/product/pussy-bow-blouse/
Ähnliche Modelle gab es in den letzten Jahren bei Burda immer wieder.
 
Ein Gratischnitt https://www.sewmag.co.uk/templates/sew- ... bow-blouse (man muss sich registrieren und zustimmen, dass man den Newsletter bekommt. Ich habe noch keine Erfahrung, ob das in Spam ausartet.) Und noch ein Schluppenkleid aus der gleichen Quelle https://www.sewmag.co.uk/templates/sew- ... anne-dress 
 
Zu dieser Schluppenbluse https://www.burdastyle.de/bluse-12-2019-114  aus dem Burda Weihnachtsheft 2019 gibt es inzwischen viele Nachnähberichte und Fotos (auf der verlinkten Schnittseite ganz unten) aus dem Burda Weihnachtsheft 2019 gibt es inzwischen viele Nachnähberichte und Fotos (auf der verlinkten Schnittseite ganz unten) (Update 2025: nicht mehr auf der Burda-Seite, da die Community in der Form aufgelassen wurde)

Da ich grad Schnittmusterarchäologie betreibe: In den Neue Mode Heften 1984 und 1985 gibt es mehrere Schluppenblusen mit tief eingesetzten weiten Ärmeln und schönen großen Schleifen.
 
insa-ana:  Die Bluse finde ich auch hübsch. Eigentlich braucht frau doch ganz viele Schluppenblusen, oder nicht? 
 
ju_wien:  In der September-Burda gab es eine Schluppenbluse mit schmalen Schleifenbändern und mit Biesen an den Ärmeln https://www.burdastyle.de/produkt/magaz ... 1020990std
Auf der internationalen Burdastyle-Seite gibt es die Bilderanleitung dazu https://www.burdastyle.com/blog/sewing- ... se-09-2021 die auch für viele andere Blusen passt (allerdings ohne Hemdkragen und Manschetten).

Natürlich nicht für dich, insa-ana, sondern für weniger erfahrene Hobbyschneiderinnen die hier mitlesen

Ansonsten gibt es eine neue "Burda plus", die Vorschau auf die normale November Burda ist noch nicht online.

Und noch eine Bluse mit Monsterschluppe und Monsterärmeln vom Runway https://burdastyle.ru/stati/s-chem-nosi ... -stilyah-/ (in dem Artikel geht es darum, was man zu Lederhosen kombinieren kann).
*wink*
Und ein Schluppenblusenkleid von Ungaro https://kent.pastperfectonline.com/webo ... 6784125969 (wenn man auf das unscharfe Foto klickt, kommt erst das richtige Foto vom ganzen Kleid) - Neuer Link: https://ksum.catalogaccess.com/objects/2436

Die Online-Collection des Museums der Kent University ist übrigens eine Fundgrube https://www.kent.edu/museum/online-collection

Und noch ein Hemdblusenkleid, diesmal mit normalem Kragen https://kent.pastperfectonline.com/webo ... 1538785180 - warum ich es hier verlinke: Die schlaue Lösung, wie man bei einem taillierten Modell Falten und Abnäher zusammen bringt! (Sieht man vor allem auf dem Detailfoto)
 
Vogue hat im aktuellen Herbst-Katalog einen Blusenschnitt mit Rüschen und abnehmbarer Schluppe und Kräuseln an der Ärmelkugel und im Rücken unter der Passe: V1769 https://www.komolka.at/schnitte/vogue-s ... 2021/bluse https://patternsandplains.com/collectio ... ttern-1769
Für die Dame mit der türkisfarbenen Bluse sind die Schultern IMO etwas zu breit. Dadurch hängen die Kräusel an der Kugel hinunter.
 
insa-ana:  Die Bluse mit den riesigen Ärmeln und der langen Schluppe finde ich sehr schön. Aber sie würde mir weder passen noch wüßte ich wann ich sie tragen könnte.
 
ju_wien: In meiner Teenagerzeit hatte ich einige Blusen und ein Ballkleid mit (fast) so weiten Ärmeln. Die sehen toll aus, wenn man mit ausgebreiteten Armen da steht oder dirigiert oder tanzt oder auch an der Schultafel schreibt, aber für alle anderen Gelegenheiten sind sie eher unbrauchbar und man darf nie knapp an Türschnallen oder sonstigen hakenartigen Hindernissen vorbeigehen.
 
insa-ana: Ich glaube so Sachen wie an Schultafeln schreiben, dirigieren und so habe ich hinter mir
 
ju_wien:  Wieder ein Fund für die Schluppenblusenliste in Burda 2/2008, Modell 119. Mehr ein Blüschen als eine Bluse. Da das Licht zum Fotografieren grad nicht günstig ist, versuche ich eine Beschreibung. Der Schnitt ist leicht tailliert, ohne Abnäher, bzw. die Brustabnäher und die Schulterabnäher in Richtung zum Halsausschnitt verlegt und in Kräusel umgewandelt. Die Schulternähte sind leicht verkürzt, das Armloch endet also nicht am Schulterpunkt, sondern weiter innen. Und die Schluppe sitzt seitlich, ca. 2 - 3 Finger breit vor der linken Schulternaht. Das vordere Ende vom Kragen wird ein paar cm umgebogen und bildet die Schlaufe, wird nach dem Feststeppen auf 3 cm eingereiht. Hinten wird der Kragen bis zur linken Schulternaht angesteppt, der Rest steht über, wird verstürzt und dann durch die Schlaufe gezogen.

Ha! Googeln hilft ;-) Die Dame hier hat die technische Zeichnung von dem Blüschen eingescannt http://www.unbiaseddesign.com/silk-char ... -2008-119/ verarbeitet hat sie es ein wenig anders (mit Knopfverschluss an der Schulter). Und noch ein Ausführungsbeispiel. https://selfishseamstress.wordpress.com ... -2008-119/.
 
(Links funktionieren zT nicht mehr)
 

Freitag, 24. Dezember 2021

Genähte Stirnbänder und Hauben

ju_wien schrieb am 25.12.2021 in vernadelt.at:

Im Nähtagebuch habe ich schon einige Anleitungen für warme Stirnbänder gesammelt, aber dort findet man sie ja nur schwer, daher der Versuch, sie hier geordnet zu sammeln.

Einfache "Schläuche":
https://lilu-kunterbunt.de/tutorial-ein ... stirnband/
https://funkelfaden.de/diy-anleitung-stirnband-nahen/
https://wunderbunt.de/stirnband-naehen/

Mit Drehung, Twist, Knoten:
https://wunderbunt.de/stirnband-naehen/
https://blog.buttinette.com/naehen/stirnband/
https://www.torftrottel.at/stirnband-na ... anleitung/
https://linababedierste.blogspot.com/20 ... r-day.html
https://diy-family.com/stirnband-frau-s ... er-naehen/ (im Nacken breiter, daher am besten zu hochgesteckten Haaren passend)
https://www.musterkitz.com/stirnband/
https://kreativina.de/stirnband-easy-selber-naehen/ Bei dieser Anleitung wird der Stoffstreifen zunächst komplett verstürzt und dann erst der Knoten genäht. Dadurch sind an der Innenseite keine Nahtzugaben sichtbar, allerdings sollte der Stoff dafür nicht zu dick sein (*viele* Lagen, wo der Knoten gefaltet und gesteppt wird).

Geformt mit Ohrenklappen:
https://naehen.com/wp-content/cache/wp- ... .html_gzip
https://thehangrystories.com/2016/01/10 ... hrradhelm/ (basiert auf dem ebook-frosty)

Donnerstag, 7. Oktober 2021

Schnittsammlung Schürzen

ju-wien schrieb am 07.10.2021 auf vernadelt.at:

Bei der Suche nach den Schürzenlinks, die ich schon einmal für mich gesammelt hatte, bin ich draufgekommen, dass eine Gartenschürze mit tiefen Taschen schon 2018 geplant war (genauer sogar schon Ende 2017, als ich die Pläne für das nächste Jahr fasste [Gute Nähvorsätze für 2018])

Geworden ist die erste dann im September 2021, als die Äpfel schon dringend auf's Gepflücktwerden warteten. 

Da Schürzen nicht mehr so oft in den Schnittheften vorkommen (früher gab es die bei Burda immer einmal zur Weihnachtskeksbackzeit und einmal zum Frühjahrsputz oder im Frühsommer), beginne ich hier eine Liste mit Links zu Schnitten und Anregungen. Schnitte kann man sich ja auch selbst basteln, wenn man sich einmal überlegt hat, was die Schürze "leisten" soll. Im einfachsten Fall besteht sie aus einem Rechteck mit Bändern dran.

Hier eine künstlerisch gestaltete Schürze https://dianeericson.com/blogs/journal/ ... on-pattern
Die Collage macht das Waschen und Bügeln nicht gerade einfacher, würde ich für eine Gebrauchsschürze also weglassen, aber das Faltschema für den rechten Schürzenteil zeigt gut, wie die Tasche für eine Pflückschürze oder auch eine Kluppenschürze konstruiert werden kann, damit die Tasche viel Raum für Äpfel, Birnen oder eben Wäscheklammern bietet.

Meine hat in der Mitte der Tasche am oberen Rand noch ein Bindeband, damit sie nicht zu lose hängt. Zum Entleeren der Ernte kann man das Band lösen.


Einige Schürzenlinks, die ich im August 2021 gesammelt hatte:

https://blog.westfalenstoffe.de/tutoria ... erntezeit/
https://www.landlust.de/dl/3/4/0/9/3/2/ ... uerzen.pdf (findet man hier mit der Suchfunktion https://www.landlust.de/Anleitungen-3379771.html)
Da sieht man leider nur ungefähr, wie sie konstruiert ist https://floritas-kreativtausch.blogspot ... apron.html

Mehr Sack als Schürze https://www.manufactum.at/pflueckschuer ... /?c=172830
und die sieht durchaus brauchbar aus, taucht aber großteils auf sehr merkwürdigen Websites auf https://www.amazon.de/Ardermu-Garten-Ob ... B07GQKGLKK
https://ifep.in/responsive/index.php?id=441033 - Bitte auch die Hinweise unter viewtopic.php?f=72&t=8341&start=195#p128077 beachten.

Noch ein Entwurf von Diane Ericson, diesmal mit vielen Taschen in allen Höhen https://dianeericson.com/blogs/journal/designing-a-maker-apron Für eine echte Arbeitsschürze sollte man die Taschen so positionieren, dass sie beim Vorbeugen nicht behindern, wenn man mehr als ein Papiertaschentuch eingesteckt hat.

Mittwoch, 4. August 2021

Hosenschlitz und Bund

ju_wien schrieb am 04.08.2021 auf vernadelt.at: Bei Müller & Sohn gibt es eine sehr genaue Anleitung für Hosenschlitz und Bund am Beispiel von Herrenjeans
https://www.muellerundsohn.com/allgemei ... enschlitz/

Es wird dabei auch erklärt, wie man zu viele Stofflagen vermeidet und wo man die Nahtzugabe vor der Weiterverarbeitung abschneiden muss. Beim ersten Durchlesen klingt das alles ziemlich kompliziert (vor allem, wenn man automatisch versucht, alles auf Damenhosen mit der entgegengesetzten Verschlussrichtung umzudenken), aber es sieht fundiert aus. Am besten nicht gleich an der Hose ausprobieren, sondern an einem kleinen Probestück.

Was für mich unter anderem neu war: Der Untertritt wird absichtlich etwas schräg zugeschnitten, damit er nachgibt. Ich hatte das bisher als Problem angesehen, da sich ein Reißverschluss parallel zum Fadenlauf einfacher einsetzen lässt.

Der Untertritt mit der "Briefecke" am unteren Ende ist auch interessant. Dadurch wird das untere Ende des Untertritts flacher, da es dort keine Nahtzugaben gibt.

Eigentlich hatte ich ja nach einem Hosenschlitz mit Knöpfen gegoogelt, dazu habe ich aber bisher nur die Anleitung im Buch von Kunder.

Und noch ein paar Beispiele, wie man an diversen Stellen von Kleidungsstücken durch eine Briefecke dünnere Kanten erhält https://www.muellerundsohn.com/allgemei ... ke-naehen/

Donnerstag, 8. Juli 2021

Röhrenfalten

ju_wien schrieb am 08.07.2021 auf vernadelt.at:

In einem älteren Nähbuch (Hilde Vavra: Grundlehre der Schneiderei, Leipzig, Otto Beyer Verlag, 1935) bin ich auf "Röhrenfalten" gestoßen.


Bildunterschrift: Wird der obere von zwei übereinanderliegenden Stoffteilen gleichmäßig angeschoben, aufgeheftet und einige Zentimeter lang festgesteppt, so entstehen die sogenannten Röhrenfalten.

Im Text steht dazu nur, dass der aufzusetzende Teil am abstehenden Oberrand vorher versäubert werden muss und dass dünne und sehr weiche Gewebe sich dafür nicht eignen.

Im Foto sieht der obere Rand nicht versäubert aus, aber da wird wohl nur die Technik dargestellt. Beispiele für die Anwendung gibt es in dem Buch nicht. Ich habe von diesen Röhrenfalten noch nie gehört. Im Web findet man unter dem Stichwort Röhrenfalten vorwiegend Treffer aus der Kunstgeschichte, zB https://www.kunstgeschichte.uni-kiel.de/de/infos-fuer-das-studium/fachausdrucke-bildkunste-ss-2019-neu.pdf https://www.studocu.com/de/document/hochschule-fur-technik-wirtschaft-und-kultur-leipzig/formen-und-werkstoffe-von-kulturgutern/faltenubersicht-historische-gewander-mit-faltenarten-ubersicht-als-chronologische-zusammenfassung/47958746

Anscheinend sind diese Falten in Vergessenheit geraten. Ich überlege grad, was man damit anfangen könnte.

Beim Suchen nach Informationen über die Röhrenfalten gefunden: Da hat jemand Informationen über die Mode der Renaissance zusammengestellt und ganz unten eine Liste von Schnitten angefügt, nach denen man dem Renaissance-Stil nachempfundene Kleider nähen könnte https://www.epochs-of-fashion.com/kost% ... naissance/

Ergänzung April 2025: Am ehesten findet man solche Falten heute bei Vorhängen - da werden sie aber nicht einzeln auf eine Unterlage geheftet und gesteppt, sondern man verwendet ein Vorhangband mit den gewünschten Faltenabständen- und gruppen. Bei Kleidung gibt es ähnliche aufgenähte Falten gelegentlich bei Trachtenschürzen.  Und im deutschen Hobbyschneiderinnenforum wurde auch schon darüber diskutiert https://www.hobbyschneiderin24.net/forums/topic/132006-r%C3%B6hrenfalten/

Montag, 24. Mai 2021

Säume mit der Covermaschine

Die übliche Arbeitsreihenfolge beim Nähen eines Kleidungsstücks sieht so aus: 

1. Abnäher und ggf. eingesetzte Taschen nähen
2. Schulter- und Seitennähte schließen
3. Kragen- oder Halsausschnitt
4. Ärmel einsetzen
5. Verschluss
6. Säumen 

Dazwischen kann man bei der Anprobe die ideale Länge des Ärmels bzw. die Lage und Breite der Säume festlegen.

Säume mit der Covermaschine näht man aber besser am flachen Kleidungsstück. In der Runde covern ist schwierig (je nach Maschine unterschiedlich, bitte die eigene Anleitung lesen!), bei engen Ärmeln oder Kinderhosenbeinen unmöglich. 

Ärmel- und Hosensäume näht man mit der Covermaschine daher ganz am Anfang, Säume an T-Shirts oder Kleidern nach dem Schließen einer Seitennaht. 

Mittwoch, 10. Februar 2021

Nähstein und Nähschraube

Im Zuge meiner Smok-Recherchen habe ich heute [Anm: am 10.2.2021] in Therese de Dillmonts Encyklopädie der weiblichen Handarbeiten geblättert und bin wieder einmal auf den "Nähstein" gestoßen. Ein Nähstein ist ein fest gestopfter Polster (wie ein Nadelkissen oder ein Bügelkissen), der unten mit etwas Schwerem gefüllt ist (Stein, Metall), damit er dort bleibt, wo man ihn hinstellt. Er wird so benützt, dass man ihn auf den Tisch stellt und die Stick- oder Näharbeit mit einer Stecknadel daran befestigt (ggf. auch mit einem Band oder einer Schnur dazwischen). Dadurch kann man den Stoff leicht gespannt halten und erzielt gleichmäßigere Stiche.

Eine Variante davon war die Nähschraube, der mit einer Holzschraube (Zwinge) an der Tischplatte befestigt wurde.

Da die Chancen, dass mir ein junger Mann so eine Nähschraube als Brautgeschenk schnitzt, (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/N%C3%A4hschraube) recht gering sind, habe ich nach Vorbildern gegoogelt.
Hier ein historischer im Museum https://www.fnp.de/lokales/limburg-weil ... 33825.html [Noch ein historischer, der bei Ricardo angeboten, aber nicht verkauft wurde https://www.ricardo.ch/de/a/naehstein-1100912242/ - da sieht man schön, dass unten eine Marmorplatte eingebaut ist (und ich wüsste gerne, wie die Tapezierernägel da eingeschlagen wurden - Marmor ist zwar weicher als zB Granit, aber doch um einiges härter als Holz). - Anmerkung: Link leider nicht mehr aktiv.]

Ansonsten finde ich lustige Blogbeiträge, von Leuten, die offenbar nicht wissen, wozu man einen Nähstein verwendet (hat). Die machten sich viel Arbeit, um die Hülle mit Taschen, Schlaufen, Laschen und Griffen zu bestücken, damit man sein gesamtes Nähzeug dran montieren kann. https://diesunddas-anne.blogspot.com/20 ... stein.html
https://bjk-impressions.blogspot.com/20 ... ation.html - dann kann man aber die Handarbeit nicht daran feststecken, weil das ganze Zeug im Weg ist.

In Ermangelung eines Nähsteins (und da ich nicht einmal wusste, dass sowas schon erfunden worden ist) habe ich manchmal meine Näherei schon an meinen Jeans festgesteckt. Aber so ein Nähstein wäre schon eleganter!

Zu dem Ricardo-Fund: Im Text steht, dass er "in etwa die selbe Höhe wie die aus der Schulzeit bekannten Nähsteine" hat, also dürften sich diese Hilfsmittel in der Schweiz länger gehalten haben als bei uns. Und: bei näherer Betrachtung ist die Marmorplatte mit Holzleisten eingefasst, was das Einschlagen der Nägel erklärt  Es wäre auch möglich, dass der Marmor überhaupt "fake" ist (Holz, auf "Marmor" lackiert) und innen irgendein billigerer Stein für Standfestigkeit sorgt.

Bei der Suche tauchte übrigens auch ein Nähzubehörgeschäft in Zürich auf, das auch heute noch Nähsteine im Sortiment hat! https://www.keckag.ch/uploads/8XmKHKsX/ ... ite_26.png und das auch sonst einen Besuch Wert sein dürfte https://www.keckag.ch/

(So gesehen könnte ich einmal anfragen, was das Ding kostet, bevor ich mich auf die Suche nach ausgefallenem Material und Werkzeug mache.)

Verwendet werden Nähsteine übrigens heute noch beim Rollieren von edlen Seidentüchern. Ich kann mich erinnern, dass ich das vor ein paar Jahren in einem Video über französisches Edelhandwerk gesehen habe.

Übernommen aus vernadelt.at vom Februar 2021. Update 2025: Bei Keck (Zürich) finde ich den Nähstein nicht mehr im Sortiment, dafür jetzt bei dem Schneiderbüsten- und -zubehörhandel Zimmermann in Ibach (Schweiz) https://buesten.ch/naehzubehoer/ Und noch ein unnötig "behübschter" selbstgemachter Nähstein, bei dem aber nichts über die Konstruktion verraten wird https://nadeltwister.blogspot.com/2011/05/frankischer-nahstein.html Amazon- und etsy-Treffer zu "Nähstein" sind aufzunähende Perlen und Glitzersteinchen. 

Sonntag, 1. November 2020

Symbole in Strickanleitungen

Gelegentlich findet man eine ältere Strickanleitung, oft nur eine einzelne fotokopierte Seite, und würde die gerne Ausprobieren, wenn man bloß wüsste, was die Symbole alle bedeuten. 

Diese ausführliche Liste von Strickanleitungssymbolen stammt aus dem "Großen Strickmusterheft" von Burda, 1981:

Wer das Heft antiquarisch findet, sollte zuschlagen! Es enthält über 400 Muster, alle mit Strickschrift und Foto von der fertigen Strickprobe.



Dienstag, 8. Januar 2019

Schlitzverarbeitung bei T-Shirts und Polohemden

Nicht von mir, sondern von einem ausrangierten gekauften Polohemd:




1. Schritt: den Saum steppen (Covermaschine oder Doppelnadel)

2. Schritt: die Nahtzugaben im Bereich des Schlitzes und 2-3 cm darüber versäubern.

3. Schritt: Seitennaht oberhalb des Schlitzes mit der Nähmaschine etwa 5 cm hoch schließen.

4. Schritt: Nahtzugaben im Schlitzbereich und kurz darüber auseinander bügeln, Schlitz füßchenbreit absteppen.

5. Schritt: Rest der Seitennaht mit der Overlockmaschine schließen. 

Voraussetzungen: Die Länge und die Weite des Modells müssen feststehen, da sie nachher nicht mehr leicht veränderbar sind. Wer sich diesbezüglich unsicher ist oder noch nicht festlegen will, muss also zunächst zur Anprobe heften. 

Sonntag, 9. Dezember 2018

Ecken an Schrägbändern

Die Eckenverarbeitung ist bei Schrägbandeinfassungen immer ein wenig mühsam. Am schönsten werden die Ecken, wenn man sie ähnlich wie eine Briefecke näht. Bei schmalen Schrägbändern hat man dabei aber das Problem, dass die meisten Nähmaschinen nicht gerne genau an der Stoffkante zu nähen beginnen (sondern dann den Stoff ins Stichloch ziehen) und, dass man die Markierung nicht sieht, weil sie im Schatten des Füßchens liegt. Beides kann man mit folgendem Trick umgehen:


Das Schrägband genau an der Position der gewünschten Ecke falten, leicht darüber bügeln, damit es sich flach legen lässt und auf ein Blatt Papier stecken. Mit dem Geodreieck und einem gespitzten Bleistift die Markierung für die Nahtlinie einzeichnen (genau 45° zur Kante oder auch genau dem Fadenlauf folgend) und die Markierungslinie über das Schrägband hinaus auf das Papier verlängern.

Zunächst hatte ich noch eine Stecknadel an der Spitze des Winkels (im Foto rechts) eingesteckt, damit sich das Schrägband nicht verschiebt, wenn ich es unter das Füßchen lege. Diese habe ich nach den ersten Stichen entfernt.

Sonst noch beachten: möglichst kleine Stiche. Nur genau bis zum Falz steppen. Nach dem Nähen das Papier abreißen, das Dreieck vorsichtig bis zur Spitze einknipsen und die Nahtzugaben beschneiden und mit dem Fingernagel auseinander streifen. Vor dem Beschneiden der Nahtzugaben noch einmal zu kontrollieren, ob die Länge passt und die Ecke richtig sitzt, kann nicht schaden.

Ich habe normales Schreibpapier verwendet, mit kariertem Papier fällt es eventuell noch leichter, das Band ganz präzise aufzustecken und zu markieren.

Das Foto zeigt eine Innenecke, für eine Außenecke muss der Winkel in die andere Richtung gehen. (Denksport ;-)) Vorab an einem Reststück üben!

Je nach Werkstück kann man alle Ecken vorab genau messen und steppen oder das Schrägband zunächst bis ca. 3 cm vor der Ecke normal ansteppen, dann anhalten, den Abstand bis zur Ecke messen, diese nähen und danach weiter normal ansteppen. Die Ecken muss man bei "klassischer" Verarbeitung (rechts auf rechts, Ansatznaht außen unsichtbar) mit der Hand nähen, es ist aber auch möglich, das Schrägband genau in der Hälfte zu falten, den Stoff zwischenzufassen und durch alle Lagen zu steppen.